EPS

Wasserliesch, 06.06.2020

EPS in Wasserliesch

In Wasserliesch wurden an mehreren Stellen die Raupen des Pflanzenschädlings „Eichenprozessions-spinner“ entdeckt – so z.B. am Friedhof, An der Granahöhe sowie an Bäumen entlang des Rundwegs Angelborn.

Die betroffenen Bäume, bzw. Baumgruppen bei großflächigerem Auftreten, sind durch Warnschilder gekennzeichnet.

Die befallenen Eichen wurden bzw. werden von beauftragten Spezialfirmen fachgerecht von den Raupen des Eichenprozessionsspinners befreit.

Die befallenen Bäume werden nacheinander „abgearbeitet“, wobei Befallsstellen in der Nähe von Spielplätzen, Kindergärten, Schulen und anderen öffentlichen Plätzen – wie z.B. Parkplätze oder Friedhöfe – vorrangig behandelt werden. Aufgrund der Vielzahl kann es einige Zeit dauern bis ein Baum behandelt wird.

Bürger, die befallene Eichen auf öffentlichem Grund entdecken, können diese unter genauer Angabe des Ortes unter der Telefonnummer 06501/83-176 melden. Das Telefon ist zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. „Rund um die Uhr“ können Meldungen auch per eMail an eps@konz.de gesendet werden.

Garten- und Waldbesitzer mit Eichenbestand werden gebeten, die privaten Bäume in den nächsten Wochen untersuchen zu lassen. Auch von diesen Personen bekommt die Verbandsgemeindeverwaltung häufiger Befall gemeldet. In solchen Fällen berät der zuständige Mitarbeiter und vermittelt professionelle Hilfe unter o.g. Telefonnummer.

Zusätzlich wurden vom Heimat- und Verkehrsverein gestiftete Vogelhäuser gezielt in den Eichen verteilt um Meisen in den Bäumen nisten zu lassen, da Meisen sich vom EPS ernähren und so die Gefahr weiter eingedämmt werden kann.

Vielen Dank an Joachim Kronz und den HVV!

 

Zusatzinfos:

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Wärme liebende Schmetterlingsart, die insbesondere freistehende und von der Sonne beschienene Einzelbäume und Waldränder bevorzugt.

In ihrem Stadium als Raupe ist sie ein Pflanzenschädling, hat aber gleichzeitig auch eine gesundheitliche Bedeutung für den Menschen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in Nestern verstecken. Abends wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkrone und fressen die Eichenblätter.
Im Spätsommer schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter, die erneut an Eichenzweigen ihre Eier ablegen. Die Raupen und Larvenhäute verfügen über kleine Gifthaare, die bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen können.

Dazu zählen: Hautirritationen (starker Juckreiz, vor allem abends und nachts, Pusteln und Quaddeln), Atembeschwerden und Augenreizungen. Besondere Vorsicht ist von etwa Ende Mai bis Ende August geboten.

Es wird eindringlich davor gewarnt, die Nester und Raupen zu berühren oder sich in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. Insbesondere die Kinder sollten auf diese Gefahr hingewiesen werden.

Bei Kontakt mit den Härchen sollten die Betroffenen die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare/Kleidung waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden empfiehlt es sich auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.

 

Thomas M. Thelen

Ortsbürgermeister Wasserliesch